Minimalistischer Leben: Buchempfehlung, Youtube, Inspiration

8/15/2015

Hallo ihr tollen Menschen da draußen!
Heute möchte ich euch mal anstatt meinen Monatsfavoriten (ist ja auch schon arg spät dafür) meine Minimalismus-Favoriten vorstellen. Die letzten Wochen habe ich mich sowieso fast nur diesem Thema gewidmet und muss sagen, dass ich da eine neue Leidenschaft entwickelt habe. :) Minimalistischer Leben macht glücklicher, das kann ich mittlerweile bestätigen. :))



Okay, beginnen wir mal mit dem Buch das - und jetzt kommt ein Satz, den ich nicht oft sage - mein Leben verändert hat. Zu verdanken habe ich das der tollen Theresa, die mir das Buch von Marie Kondo: Magic Cleaning // engl. The Life-Changing Magic of Tidying Up empfohlen hat. Und auch wenn der Buchtitel erstmal grausam klingt (in meinen Ohren zumindest) sollte es JEDER unbedingt lesen. Ich habe mich ja bereits zuvor schon mit Minimalismus auseinandergesetzt und mich von einigen Dingen getrennt, aber erst mit diesem Buch hat es bei mir erst richtig klick gemacht.
Marie Kondo begeistert sich eigentlich schon seit ihrer Kindheit fürs Aufräumen und Organisieren. In ihrem Buch schreibt sie davon, wie sie jeden Tag aus der Schule nach Hause kam, erst mal alle Zimmer ihres Elternhauses aufräumte und sich den neusten Organisationstrends widmete...was 14jährige Mädchen nun mal so machen. ;D Mit der Zeit merkte sie aber, dass ihre ständigen Aufräumsessions überhaupt nichts nützten und meistens einen Tag später sowieso alles wieder im Chaos versank. Es wäre doch traumhaft, wenn es eine Möglichkeit gäbe, wie man nie wieder aufräumen müsste, oder? Doch das Problem liegt nicht an einer unpassenden Organisation oder Aufräummethode, sondern dass man einfach zu viele Dinge besitzt. Dann ist es doch nur logisch, dass man immer wieder mit Aufräumen und Organisieren beschäftigt ist. Langfristig hilft da nur: Entrümpeln und weniger Besitztümer anhäufen.

          Ihre Methoden:
  • Nach Kategorien getrennt entrümpeln (nach einer bestimmten Reihenfolge)
  • Nur was glücklich macht darf bleiben
  • Jedes Ding bekommt einen festen Ort
  • Gleiche Dinge kommen an einen Ort
  • Weg mit den Ordnungshelfern
  • alles in einem Rutsch entrümpeln
  • ...

    Dabei gibt sie auch Antworten, auf gängige Fragen, die man sich beim Ausmistens stellt:
  • Erinnerungsstücke: behalten oder nicht?
  • wie trenne ich mich leichter von Gegenständen?
  • was soll man mit Fotos anstellen?
  • was macht man mit wichtigen Schriftstücken & Unterlagen?
  • Sommer und Wintersachen?
  • ...
Ihr Buch ist meiner Meinung nach sehr unkonventionell. Wer nach einer schnellen Lösung fürs Aufräumen für zwischendurch sucht, wird mit den Tipps nämlich nicht viel anfangen können. Denn man muss sich zwischendurch intensiv mit sich selbst und seinem Besitz beschäftigen. Und das ist nicht immer angenehm. Beispielsweise habe ich 6 große Säcke voller Klamotten ausgemistet (6 Säcke!!! Mehr dazu in einem anderen Post) Ich habe mich richtig geschämt, dass ich über die Jahre so viele Klamotten angehäuft und so viel Geld für Sachen ausgegeben habe, die ich nicht einmal wirklich gerne anziehe. Oder auch die sentimentalen Besitztümer, die ich aufgehoben habe, die aber auch mit negativen Erinnerungen verknüft sind, an die ich ja eigentlich nicht erinnert werden möchte.
Der Prozess des Entrümpelns kann sehr, sehr lange dauern. Bei mir dauerte es ungefähr zwei Wochen. Und selbst jetzt merke ich, dass immer noch ein paar Ecken mehr minimalisiert werden könnten.
Aber, ob ihr es glaubt oder nicht, seitdem ich diese Entrümplungsaktion gestartet habe muss ich wirklich nicht mehr Aufräumen. (Fast) jedes Teil in meinem Zimmer macht mich glücklich und hat einen festen Platz. Ich muss kaum noch suchen oder rumkramen, wenn ich einen bestimmten Gegenstand benutzen möchte. In meinem Zimmer gibt es jetzt insgesamt 9 Schubladen/Kisten/Fächer, die leer stehen, weil ich mich von so vielen Dingen getrennt habe. Und das Beste: die Dinge, die noch übrig sind, schätze ich sehr und habe auch das Gefühl, dass ich sie besser behandle.  
Übrigens schreibt Marie Kondo keine bestimmte Anzahl an Gegenständen vor, die nach dem Ausmisten noch übrig bleiben dürfen oder wie ein aufgeräumtes Zimmer auszusehen hat. Jeder Mensch hat andere Prioritäten im Leben und somit auch andere Bedürfnisse, was Konsum und Besitz angeht.
Der einizige Minuspunkt des Buches ist, dass sie zu oft vom Wegschmeißen spricht. Meiner Meinung nach ist das nicht gerade ökologisch, da bin ich eher fürs Aufbrauchen, Verschenken und Spenden. Ansonsten kann ich das Buch uneingeschrenkt empfehlen.
Ein bisschen abgedreht ist das Buch ja schon an einigen Stellen. Aber irgendwie finde ich das sehr sympathisch. Sie ist halt ein Aufräum-Nerd und das zeigt sich auch in einigen Passagen im Buch immer wieder. ^^
 

Sehr begeistert bin ich auch von dem Blogger Leo Babauta, der auf seiner Seite Zen Habits über Minimalismus und Achtsamkeit bloggt. Seine Post sind immer kurz und knackig, ohne dabei an Tiefgründigkeit einzubüßen. Besonders angetan bin ich von seinen Posts The Anti-Bucket List und the best goal is no goal. 
Aber nun zu seinem Buch "Focus - A simplicity manifesto in the Age of Distraction". Wie man es dem Titel schon entnehmen kann, geht es in seinem Text darum, wie man seinen eigenen Focus finden kann. Dabei deckt er alle Fokus-Killer bzw. Ablenkungen auf, die uns so tagtäglich umgeben: wie z.B. der Arbeitsplatz, Verpflichtungen, Internet & social Media, Nachrichten, eigene Ziele,...
Mit einfachen und klaren Anleitungen, gibt er viele nützliche Tipps, wie man diesen Ablenkungen aus dem Weg gehen kann.
Ich habe nicht das ganze Buch gelesen, sondern die kostenlose PDF, die er auf seiner Seite anbietet. Dafür habe ich die PDF jetzt aber schon ein zweites Mal gelesen. :) Ganz nebenbei ist das Layout des PDFs echt schön und übersichtlich und hach ein Augenschmauß. :3



Meine dritte Empfehlung für heute ist die Bloggerin und Youtuberin LightbyCoco. Bei Coco dreht sich auch alles um Minimalismus und wie sie selbst und ihr Ehemann minimalistisch Leben, Reisen, Essen, Wohnen und sich kleiden. Fast zu jedem Lebensbereich gibt es schon Videos. Meine Favoriten sind folgende:


Ihre Art und Weise Dokumente zu organisieren habe ich z.B. 1 zu 1 übernommen (sogar den selben Ordner ^^) und bin von 3 großen Ordnern zu einem dünnen Akkordeon-Ordner gewechselt. Durch sie habe ich auch das Prinzip der Capsule Wardrobe kennengerlernt und bin gerade dabei vieles umzustellen.
LightbyCoco kann ich besonders den Menschen ans Herz legen, die sich vielleicht schon ein bisschen mit Minimalismus beschäftigt haben. Denn ich glaube, wer sich zum ersten Mal ihre Videos anschaut und denkt: "What the fuck? So könnte ich nie leben. In ihrem Zimmer steht ja gar nix!" der sollte sich vielleicht erstmal langsam an das Minimalismus-Thema mit Marie Kondos Buch herantasten, bevor man noch ganz abgeschreckt wird. :D

So, auch wenn ich noch 100 weitere Favoriten für euch bereit hätte, mache ich für heute erstmal Schluss. Einen zweiten Teil wird es sicher irgendwann geben. ^^ Vielleicht ist für euch ja was dabei gewesen. Lasst es mich unbedingt wissen, falls ihr auch einen Buch-, Podcast-, Youtube- oder Filmempfehlung für mich habt. Ich verschlinge gerade alles zu dem Thema. ;)

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6 Kommentare

  1. Liebe Phine,
    toll, dass dir Marie Kondo auch so sehr gefallen hat (: ! Für mich war es übrigens auch ein Buch, dass mich, meinen Besitz und mein Konsumverhalten stark beeinflusst hat!
    Focus habe ich auch gleich runtergeladen und werde mir das mal zu Gemüte führen (: . Auch LightbyCoco habe ich mir jetzt mal kurz angesehen und gleich abonniert. Danke für die tollen Anregungen und ich freue mich schon auf deinen Blogpost zum Kleidungs-Aussortieren (: . Liebe Grüße.

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    1. Hallo liebe Theresa,
      ich liebe dieses Buch einfach und werde es sicher noch ein paar Mal lesen (auch um nicht wieder in alte Angewohnheiten zurück zu fallen...) Schön, dass bei meinen Empfehlungen auch noch etwas für dich dabei war :)
      Liebe Grüße :)

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  2. Hallo Phine!

    Das Buch von Marie Kondo klingt sehr interessant. Vielleicht schaffe ich das auch noch zu lesen... irgendwann. Leere Schubladen habe ich zwar jetzt schon... habe ich etwa zu viele Möbel?! Während ich das rausfinde, magst du dich vielleicht mit dem Liebster-Award befassen, für den ich dich nominiert habe?

    Liebe Grüße!

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    1. Hallo :) juhu ein Liebster Award! Ich werde mich auf jeden Fall damit bald befassen & dann hier veröffentlichen.
      Liebe Grüße :))

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  3. Hallo Phine,
    ich bin heute das erste mal auf deiner Seite und finde diesen Post klasse. Irgendwann werde ich mir das Buch wohl zu legen :-)
    Generell bin ich ein Freund vom Ausmisten und organisieren und hab es selten bereut. Trotzdem häuft sich immer wieder Zeug an, aber gerade im Herbst liebe ich es zu sortieren.
    Liebe Grüße und danke für die Anregungen!
    Jenny

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    1. Liebe Jenny, danke für deinen Kommentar! :) Das Buch ist sehr empfehlenswert, wenn man gerade mit dem Aussortieren mal wieder anfangen möchte. Eine tolle Motivation!
      Liebe Grüße :)

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